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CSS 2.1 · Eigenschaft

CSS-Eigenschaft voice-family

Vollreferenz zu voice-family aus CSS 1 und CSS 2.1 mit Syntax, Bedeutung, Beispiel und Browserunterstützung.

Erstveröffentlichung Lesezeit 4 min
stylesheet.css · voice-family

Aurale Eigenschaft aus CSS 2: kein Browser hat sie je umgesetzt; CSS 2.1 führt sie nur noch informativ, CSS Speech (Level 3) definiert Nachfolger.

Erläuterungen

voice-family definiert den grundsätzlichen Klang einer Stimme. Zusätzliche Einstellungen lassen sich durch pitch, pitch-range, stress und richness vornehmen.

Die Eigenschaft voice-family ist mit der Eigenschaft font-family vergleichbar. Sie enthält ebenso wie font-family eine komma-separierte Liste aus spezifischen und generischen Werten, von denen die zuerst eingetragenen Werte eine höhere Priorität haben.

Hinweis:
Alle Auralen Eigenschaften werden in CSS 2.1 voraussichtlich nur noch als Anhang übernommen und sind nicht normativ.

Erlaubte Werte

Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):

'voice-family'
[ [ <specific-voice> | <generic-voice> ],]* [ <specific-voice> | <generic-voice> ] | inherit

Die Werte dieser Eigenschaft sind vergleichbar den Werten der Eigenschaft font-family.

generic-voice
Angabe einer Stimmenfamilie. Möglich sind die Werte male, female und child.
specific-voice
Spezifische Werte für einzelne Fälle oder Personen, die durch Leerzeichen voneinander getrennt werden. Werte, die sich aus mehreren Worten zusammensetzen, sollten in Anführungszeichen eingefaßt werden. Werte, die andere Zeichen als die für Identifizierer zugelassenen Zeichen beinhalten, sind immer in Anführungszeichen zu notieren.
inherit
Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.

Code-Beispiel

#dinner41 H1 {cue-after: url("intro.wav")}
#dinner41 P.announcer {voice-family: announcer, male;}
#dinner41 P.sophie  {voice-family: "miss sophie", female;}
#dinner41 P.james {voice-family: "butler james", male;}

Browserunterstützung

 
Die auralen Eigenschaften werden bis heute nur mangelhaft unterstützt, so dass sie für die Produktion noch nicht geeignet sind.

Wechselwirkungen

pitch, pitch-range, stress, richness

Die Liste und ihre Auflösung

Die Eigenschaft ist der Schrifteigenschaft nachgebaut, bis in die Schreibweise. Eine Liste, durch Kommata getrennt, von vorn nach hinten abgearbeitet, am Ende möglichst ein allgemeiner Wert als Rückfallposition. Namen aus mehreren Wörtern gehören in Anführungszeichen, ebenso Namen mit Zeichen, die in einem Bezeichner nicht vorkommen dürfen.

Die allgemeinen Werte sind male, female und child. Sie stehen am Ende der Liste, weil jedes Anwenderprogramm sie erfüllen kann: es muss nur irgendeine Stimme dieser Art haben. Ein konkret genannter Name kann dagegen fehlen, und dann rückt die Liste weiter.

Die Eigenschaft wird vererbt, und ihr Ausgangswert hängt vom Anwenderprogramm ab. Eine Angabe am Wurzelelement legt damit die Stimme des ganzen Dokuments fest, einzelne Elemente wechseln sie. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die übrigen Eigenschaften der Gruppe überhaupt einen Bezug haben: pitch und pitch-range beziehen ihre Schlüsselwörter ausdrücklich auf die gewählte Stimme.

Wo die Parallele endet

Eine Schrift lässt sich nachliefern. Fehlt sie auf dem Gerät, kann das Dokument sie mitbringen, und seit es dafür eine eigene At-Regel gibt, ist das der Normalfall. Eine Stimme lässt sich nicht nachliefern. Sie ist Teil des Systems, oft mehrere hundert Megabyte groß, und wird zusammen mit der Sprachunterstützung installiert.

Damit unterscheidet sich auch, was ein Rückfall bedeutet. Wird eine Schrift ersetzt, ändert sich das Bild des Textes, aber der Text bleibt derselbe. Wird eine Stimme ersetzt, ändert sich, wer spricht, und das ist ein deutlich größerer Eingriff. Eine Liste mit vielen Namen erhöht deshalb nicht die Zuverlässigkeit, sondern nur die Zahl der möglichen Sprecher.

Hinzu kommt, dass die Stimme für viele Hörer eine getroffene Entscheidung ist. Wer täglich mit einem Vorleseprogramm arbeitet, hat sich an eine Stimme und eine Geschwindigkeit gewöhnt und liest damit so schnell wie andere mit den Augen. Ein Dokument, das diese Stimme austauscht, macht sich schwerer lesbar, nicht ausdrucksvoller.

Was die allgemeinen Werte beschreiben

Bei Schriften benennen die allgemeinen Werte eine Bauform: mit Serifen, ohne Serifen, gleiche Laufweite. Sie beschreiben das Aussehen der Zeichen. Die drei allgemeinen Werte dieser Eigenschaft beschreiben dagegen den Sprecher und nicht den Klang.

Das ist eine andere Art von Kategorie, und sie deckt weniger ab, als sie zu versprechen scheint. Was eine Stimme für einen bestimmten Text geeignet macht, ist eher ihre Deutlichkeit, ihr Tempo und ihr Verhalten bei Fremdwörtern; danach lässt sich mit diesen drei Werten nicht fragen.

Die spätere Arbeit am Thema hat den Namen der Eigenschaft übernommen und die Liste beibehalten. Die praktische Auswahl ist trotzdem dort geblieben, wo sie seit jeher liegt: in den Einstellungen des Hörers.

Besonderheiten im Medientyp handheld

Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.

Weitere Charakteristika

Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.

Ausgangswert
Abhängig vom Anwenderprogramm
Berechneter Wert
Spezifizierter Wert
Vererbung
Ja
Anwendbarkeit
Auf alle Elemente
%-Bezugswert
Nicht zutreffend
Mediengruppe(n)
Aural

Verwendete Standards

Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.