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CSS 2.1 · Eigenschaft

CSS-Eigenschaft pitch

Vollreferenz zu pitch aus CSS 1 und CSS 2.1 mit Syntax, Bedeutung, Beispiel und Browserunterstützung.

Erstveröffentlichung Lesezeit 3 min
stylesheet.css · pitch

Aurale Eigenschaft aus CSS 2: kein Browser hat sie je umgesetzt; CSS 2.1 führt sie nur noch informativ, CSS Speech (Level 3) definiert Nachfolger.

Erläuterungen

Diese Eigenschaft definiert die Stimmlage oder durchschnittliche Frequenz einer sprechenden Stimme, basierend auf den durch voice-family festgelegten Werten.

Im Allgemeinen liegt die Frequenz der weiblichen Stimme etwa bei 210 Hz und die der männlichen Stimme um 120 Hz. Durch pitch lässt sich eine durchschnittliche Abweichung von diesen Frequenzen bestimmen.

Hinweis:
Alle Auralen Eigenschaften werden in CSS 2.1 voraussichtlich nur noch als Anhang übernommen und sind nicht normativ.

Erlaubte Werte

Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):

'pitch'
<frequency> | x-low | low | medium | high | x-high | inherit
<frequency>
Mittlere Frequenzhöhe der sprechenden Stimme.
x-low, low, medium (Ausgangswert), high, x-high
Schlüsselworte für die Stimmlage. Diesen Werten ist keine eindeutige Frequenz zugeordnet, da sie auf der Einstellung der Eigenschaft voice-family basieren. Anwenderprogramme sollten sie in Zusammenhang mit voice-family und der lokalen Rechnerumgebung zuordnen.
inherit
Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.

Code-Beispiel

P.news { pitch: 210hz; }
P.mickymaus { pitch: x-high; }

Browserunterstützung

 
Die auralen Eigenschaften werden bis heute nur mangelhaft unterstützt, so dass sie für die Produktion noch nicht geeignet sind.

Wechselwirkungen

pitch-range, voice-family

Was die Frequenzangabe beschreibt

Gemeint ist die mittlere Grundfrequenz der Stimme, also die Tonhöhe, um die herum sie beim Sprechen schwankt, nicht ein einzelner Ton. Die Seite nennt dafür die üblichen Anhaltswerte: etwa 210 Hz für eine weibliche und etwa 120 Hz für eine männliche Stimme.

Eine absolute Angabe in Hertz ist deshalb heikler, als sie aussieht. Sie unterstellt eine bestimmte Stimme; trifft sie auf eine andere, verschiebt sie deren Lage um denselben Betrag, um den die Stimmen sich unterscheiden. Aus pitch: 210hz wird bei einer tiefen Stimme eine deutliche Anhebung, bei einer hohen Stimme fast keine Änderung. Welche Stimme spricht, entscheidet aber nicht das Dokument, sondern der Hörer an seinem Gerät.

Die Schlüsselwörter umgehen dieses Problem. Sie sind ausdrücklich nicht auf feste Frequenzen festgelegt, sondern beziehen sich auf die durch voice-family gewählte Stimme. Sie beschreiben also eine Verschiebung innerhalb dessen, was diese Stimme kann, und bleiben damit unabhängig davon, welche Stimme das ist.

Warum eine verschobene Tonhöhe künstlich klingt

Beim Sprechen entstehen zwei Dinge gleichzeitig: die Grundfrequenz, die aus der Schwingung der Stimmlippen kommt, und die Klangfarbe, die durch die Form des Rachen- und Mundraums entsteht. Für die Verständlichkeit ist die zweite entscheidend, für die wahrgenommene Stimmlage die erste.

Verschiebt man nur die Grundfrequenz und lässt die Klangfarbe unverändert, klingt das Ergebnis nach derselben Person in anderer Lage. Verschiebt man beides gemeinsam, wirkt die Stimme wie beschleunigt und verliert an Natürlichkeit. Das Code-Beispiel auf dieser Seite spielt mit seinem Klassennamen genau darauf an.

Für die Praxis folgt daraus ein zurückhaltender Umgang. Kleine Verschiebungen unterscheiden zwei Textsorten hörbar, ohne dass es auffällt, etwa ein Zitat gegenüber dem laufenden Text. Große Verschiebungen sind als Effekt erkennbar und ermüden über die Länge eines Dokuments.

Mittelwert, Umfang und Nachfolge

Die Tonhöhe wird von zwei Eigenschaften gemeinsam beschrieben. pitch legt den Mittelwert fest, pitch-range legt fest, wie weit die Stimme um diesen Mittelwert schwankt. Erst beide zusammen ergeben eine Stimme; ein Mittelwert ohne Umfang wäre ein Summton.

Beide werden vererbt und gelten für alle Elemente, beide haben einen Ausgangswert, der sich an der gewählten Stimme orientiert: medium für die Lage, 50 für den Umfang. Eine Erklärung am Wurzelelement legt damit die Grundstimme fest, einzelne Elemente verschieben sie.

In der späteren Arbeit am Thema trägt die Eigenschaft den Namen voice-pitch. Neben absoluten Frequenzen und den bekannten Schlüsselwörtern sind dort auch relative Angaben vorgesehen, also Verschiebungen gegenüber dem geerbten Wert statt fester Zahlen. Damit fällt das Problem der absoluten Hertzangabe weg, das dieser Seite noch anhaftet.

Besonderheiten im Medientyp handheld

Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.

Weitere Charakteristika

Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.

Ausgangswert
medium
Berechneter Wert
<frequency>
Vererbung
Ja
Anwendbarkeit
Auf alle Elemente
%-Bezugswert
Nicht zutreffend
Mediengruppe(n)
Aural

Verwendete Standards

Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.