CSS 2.1 · Eigenschaft
CSS-Eigenschaft volume
Vollreferenz zu volume aus CSS 1 und CSS 2.1 mit Syntax, Bedeutung, Beispiel und Browserunterstützung.
volumeAurale Eigenschaft aus CSS 2: kein Browser hat sie je umgesetzt; CSS 2.1 führt sie nur noch informativ, CSS Speech (Level 3) definiert Nachfolger.
Erläuterungen
Die Eigenschaft volume dient dazu, den wahrnehmbaren Lautstärkebereich an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen.
Hierbei muß man beachten, dass jedes Element unabhängig der mit volume eingestellten Lautstärke stets die gleiche Zeit zur Ausgabe benötigt. Um ein Element bei der auralen Ausgabe zu übergehen, verwendet man besser die Eigenschaft speak.
Hinweis:
Alle Auralen Eigenschaften werden in CSS 2.1 voraussichtlich nur noch als Anhang übernommen und sind nicht normativ.
Erlaubte Werte
Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):
'volume' <number> | <percentage> | silent | x-soft | soft | medium | loud | x-loud | inherit
<number>- Ein Zahlenwert zwischen
0und100. Dabei repräsentiert0die kleinste hörbare Lautstärke,100die größte ertragbare Lautstärke. Anwenderprogramme sollten es dem Hörer ermöglichen, die0und100zugeordneten Lautstärken individuell einzustellen. <percentage>- Prozentwerte werden zunächst unter Bezug auf den ererbten Wert berechnet, über den Bereich zwischen
0und100hinausgehende Werte werden abgeschnitten. - Schlüsselworte:
silent
Schaltet den Ton ganz ab, dieser Wert entspricht jedoch nicht0. Das Element benötigt ebenso viel Zeit zur stillen auralen Darstellung wie zur laut gesprochenen auralen Darstellung.x-soft
Untere Lautstärkegrenze, entspricht0.soft
Entspricht25.medium(Ausgangswert)
Entspricht50.loud
Entspricht75.x-loud
Obere Lautstärke, entspricht100.
inherit- Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.
Code-Beispiel
#main-content { volume: medium; }
#navbar { volume: 60%; }
Browserunterstützung
- Die auralen Eigenschaften werden bis heute nur mangelhaft unterstützt, so dass sie für die Produktion noch nicht geeignet sind.
Wechselwirkungen
Eine Skala mit zwei Ankern
Die Zahlenwerte von 0 bis 100 sind nicht als Pegel in Dezibel gemeint, sondern als Weg zwischen zwei Punkten, die der Hörer festlegt: 0 ist die kleinste für ihn noch hörbare, 100 die größte für ihn noch erträgliche Lautstärke. Die Spezifikation verlangt ausdrücklich, dass Anwenderprogramme diese beiden Enden einstellbar machen.
Damit bedeutet derselbe Wert an zwei Geräten dasselbe in Bezug auf den Hörer, aber nicht dasselbe in Bezug auf den Schalldruck. Wer in einer lauten Umgebung hört, verschiebt sein unteres Ende nach oben, und alle Werte des Stylesheets wandern mit. Das ist die Absicht: das Stylesheet beschreibt Verhältnisse innerhalb des Dokuments, das Gerät übersetzt sie in die Umgebung.
Die Schlüsselwörter liegen auf derselben Skala, in gleichmäßigen Schritten von x-soft bei 0
über medium bei 50 bis x-loud bei 100. Prozentwerte beziehen sich auf den geerbten Wert
und werden an den Enden des Bereichs abgeschnitten, sodass eine Kette von Erhöhungen in einer
verschachtelten Struktur nicht über 100 hinausläuft.
Warum silent nicht null ist
silent und der Wert 0 sehen gleich aus und sind es nicht. Der Wert 0 ist die kleinste noch
hörbare Lautstärke, also ein sehr leiser, aber vorhandener Ton. silent schaltet ganz ab. Wer
ein Element wirklich stumm haben will, muss das Schlüsselwort verwenden.
Beide lassen die Dauer unangetastet. Ein stummes Element braucht genauso lange wie ein gesprochenes,
und die Ausgabe pausiert für diese Zeit. Zum Überspringen ist die Eigenschaft daher nicht geeignet;
dafür ist speak: none vorgesehen, das ausdrücklich keine Zeit beansprucht. Die Seite weist auf
diesen Unterschied selbst hin.
Es gibt allerdings Fälle, in denen die erhaltene Dauer der Sinn der Sache ist. Wo eine Struktur hörbar bleiben soll, ohne dass der Inhalt gesprochen wird, ist eine Stille von der Länge des Inhalts aussagekräftiger als ein Wegfall.
Das Maß hält der Hörer
Von allen Eigenschaften des Kapitels greift diese am unmittelbarsten in eine Entscheidung ein, die nicht dem Dokument gehört. Wie laut es sein soll, hat der Hörer bereits beantwortet, als er sein Gerät eingestellt hat. Eine Regel, die daran dreht, korrigiert eine Antwort, die sie nicht kennt.
Sinnvoll bleiben deshalb Verhältnisse innerhalb des Dokuments: eine Randbemerkung etwas leiser als der Haupttext, damit die Gliederung hörbar wird. Ein durchgehend erhöhter Wert dagegen bringt nichts, weil der Hörer ihn sofort wieder herunterregelt, und zwar für alles.
In der späteren Arbeit am Thema heißt die Eigenschaft voice-volume. Die Skala und die
Schlüsselwörter sind im Kern geblieben, hinzugekommen sind relative Angaben gegenüber dem geerbten
Wert, mit denen sich genau solche Verhältnisse ausdrücken lassen, ohne einen absoluten Pegel zu
behaupten.
Besonderheiten im Medientyp handheld
Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.
Weitere Charakteristika
Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.
- Ausgangswert
medium- Berechneter Wert
<number>- Vererbung
- Ja
- Anwendbarkeit
- Auf alle Elemente
- %-Bezugswert
- Vererbter Wert
- Mediengruppe(n)
- Aural
Verwendete Standards
Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.