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CSS 2.1 · Eigenschaft

CSS-Eigenschaft volume

Vollreferenz zu volume aus CSS 1 und CSS 2.1 mit Syntax, Bedeutung, Beispiel und Browserunterstützung.

Erstveröffentlichung Lesezeit 4 min
stylesheet.css · volume

Aurale Eigenschaft aus CSS 2: kein Browser hat sie je umgesetzt; CSS 2.1 führt sie nur noch informativ, CSS Speech (Level 3) definiert Nachfolger.

Erläuterungen

Die Eigenschaft volume dient dazu, den wahrnehmbaren Lautstärkebereich an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen.

Hierbei muß man beachten, dass jedes Element unabhängig der mit volume eingestellten Lautstärke stets die gleiche Zeit zur Ausgabe benötigt. Um ein Element bei der auralen Ausgabe zu übergehen, verwendet man besser die Eigenschaft speak.

Hinweis:
Alle Auralen Eigenschaften werden in CSS 2.1 voraussichtlich nur noch als Anhang übernommen und sind nicht normativ.

Erlaubte Werte

Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):

'volume'
<number> | <percentage> | silent | x-soft | soft | medium | loud | x-loud | inherit
<number>
Ein Zahlenwert zwischen 0 und 100. Dabei repräsentiert 0 die kleinste hörbare Lautstärke, 100 die größte ertragbare Lautstärke. Anwenderprogramme sollten es dem Hörer ermöglichen, die 0 und 100 zugeordneten Lautstärken individuell einzustellen.
<percentage>
Prozentwerte werden zunächst unter Bezug auf den ererbten Wert berechnet, über den Bereich zwischen 0 und 100 hinausgehende Werte werden abgeschnitten.
Schlüsselworte:
  • silent
    Schaltet den Ton ganz ab, dieser Wert entspricht jedoch nicht 0. Das Element benötigt ebenso viel Zeit zur stillen auralen Darstellung wie zur laut gesprochenen auralen Darstellung.
  • x-soft
    Untere Lautstärkegrenze, entspricht 0.
  • soft
    Entspricht 25.
  • medium (Ausgangswert)
    Entspricht 50.
  • loud
    Entspricht 75.
  • x-loud
    Obere Lautstärke, entspricht 100.
inherit
Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.

Code-Beispiel

#main-content { volume: medium; }
#navbar { volume: 60%; }

Browserunterstützung

 
Die auralen Eigenschaften werden bis heute nur mangelhaft unterstützt, so dass sie für die Produktion noch nicht geeignet sind.

Wechselwirkungen

speak

Eine Skala mit zwei Ankern

Die Zahlenwerte von 0 bis 100 sind nicht als Pegel in Dezibel gemeint, sondern als Weg zwischen zwei Punkten, die der Hörer festlegt: 0 ist die kleinste für ihn noch hörbare, 100 die größte für ihn noch erträgliche Lautstärke. Die Spezifikation verlangt ausdrücklich, dass Anwenderprogramme diese beiden Enden einstellbar machen.

Damit bedeutet derselbe Wert an zwei Geräten dasselbe in Bezug auf den Hörer, aber nicht dasselbe in Bezug auf den Schalldruck. Wer in einer lauten Umgebung hört, verschiebt sein unteres Ende nach oben, und alle Werte des Stylesheets wandern mit. Das ist die Absicht: das Stylesheet beschreibt Verhältnisse innerhalb des Dokuments, das Gerät übersetzt sie in die Umgebung.

Die Schlüsselwörter liegen auf derselben Skala, in gleichmäßigen Schritten von x-soft bei 0 über medium bei 50 bis x-loud bei 100. Prozentwerte beziehen sich auf den geerbten Wert und werden an den Enden des Bereichs abgeschnitten, sodass eine Kette von Erhöhungen in einer verschachtelten Struktur nicht über 100 hinausläuft.

Warum silent nicht null ist

silent und der Wert 0 sehen gleich aus und sind es nicht. Der Wert 0 ist die kleinste noch hörbare Lautstärke, also ein sehr leiser, aber vorhandener Ton. silent schaltet ganz ab. Wer ein Element wirklich stumm haben will, muss das Schlüsselwort verwenden.

Beide lassen die Dauer unangetastet. Ein stummes Element braucht genauso lange wie ein gesprochenes, und die Ausgabe pausiert für diese Zeit. Zum Überspringen ist die Eigenschaft daher nicht geeignet; dafür ist speak: none vorgesehen, das ausdrücklich keine Zeit beansprucht. Die Seite weist auf diesen Unterschied selbst hin.

Es gibt allerdings Fälle, in denen die erhaltene Dauer der Sinn der Sache ist. Wo eine Struktur hörbar bleiben soll, ohne dass der Inhalt gesprochen wird, ist eine Stille von der Länge des Inhalts aussagekräftiger als ein Wegfall.

Das Maß hält der Hörer

Von allen Eigenschaften des Kapitels greift diese am unmittelbarsten in eine Entscheidung ein, die nicht dem Dokument gehört. Wie laut es sein soll, hat der Hörer bereits beantwortet, als er sein Gerät eingestellt hat. Eine Regel, die daran dreht, korrigiert eine Antwort, die sie nicht kennt.

Sinnvoll bleiben deshalb Verhältnisse innerhalb des Dokuments: eine Randbemerkung etwas leiser als der Haupttext, damit die Gliederung hörbar wird. Ein durchgehend erhöhter Wert dagegen bringt nichts, weil der Hörer ihn sofort wieder herunterregelt, und zwar für alles.

In der späteren Arbeit am Thema heißt die Eigenschaft voice-volume. Die Skala und die Schlüsselwörter sind im Kern geblieben, hinzugekommen sind relative Angaben gegenüber dem geerbten Wert, mit denen sich genau solche Verhältnisse ausdrücken lassen, ohne einen absoluten Pegel zu behaupten.

Besonderheiten im Medientyp handheld

Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.

Weitere Charakteristika

Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.

Ausgangswert
medium
Berechneter Wert
<number>
Vererbung
Ja
Anwendbarkeit
Auf alle Elemente
%-Bezugswert
Vererbter Wert
Mediengruppe(n)
Aural

Verwendete Standards

Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.