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CSS 2.1 · Eigenschaft

CSS-Eigenschaft pause-after

Vollreferenz zu pause-after aus CSS 1 und CSS 2.1 mit Syntax, Bedeutung, Beispiel und Browserunterstützung.

Erstveröffentlichung Lesezeit 3 min
stylesheet.css · pause-after

Aurale Eigenschaft aus CSS 2: kein Browser hat sie je umgesetzt; CSS 2.1 führt sie nur noch informativ, CSS Speech (Level 3) definiert Nachfolger.

Erläuterungen

Die Eigenschaft pause-after spezifiziert eine Pause, die nach dem Sprechen des Elementes, jedoch vor dem mit cue-after definierten Schallzeichen, eingelegt werden soll.

Webautoren sind angehalten, die Länge der Pause bevorzugt als relative Zeitangabe zu definieren, da sich dann die Pausenlänge an die Sprechgeschwindigkeit (speech-rate) anpaßt, die von Benutzer zu Benutzer sehr unterschiedlich sein kann.

Hinweis:
Alle Auralen Eigenschaften werden in CSS 2.1 voraussichtlich nur noch als Anhang übernommen und sind nicht normativ.

Erlaubte Werte

Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):

'pause-after'
<time> | <percentage> | inherit

<time>
Absolute Zeitangabe in Sekunden (s) oder Millisekunden (ms)
<percentage>
Diese Angabe ist von der eingestellten Sprechgeschwindigkeit (speech-rate) des Benutzers abhängig. Zunächst ermittelt das Anwenderprogramm aus der Sprechgeschwindigkeit die Länge eines Wortes, um diese dann mit 100% gleichzusetzen.
inherit
Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.

Code-Beispiel

P { speech-rate: 80; pause-after: 25%; } /* 225ms */

P { speech-rate: fast; pause-after: 125%; } /* 250ms */

Browserunterstützung

 
Die auralen Eigenschaften werden bis heute nur mangelhaft unterstützt, so dass sie für die Produktion noch nicht geeignet sind.

Wechselwirkungen

cue-after,
pause, pause-before, speech-rate

Was die Prozentangabe misst

Ein Prozentwert bezieht sich hier auf die Dauer eines durchschnittlichen Wortes, die das Anwenderprogramm aus der eingestellten Sprechgeschwindigkeit ableitet. Die Beispiele der Seite zeigen das an zwei Fällen: bei 80 Wörtern je Minute dauert ein Wort 750 Millisekunden, ein Viertel davon sind die genannten 225 Millisekunden; bei fast, also 300 Wörtern je Minute, dauert ein Wort 200 Millisekunden, und 125 % ergeben 250 Millisekunden.

Werte über 100 % sind also ausdrücklich sinnvoll. Eine Pause, die länger dauert als ein Wort, ist nichts Ungewöhnliches: sie entspricht dem Abstand, den ein Vorleser am Ende eines Abschnitts macht. Weil der Bezug mitwächst, bleibt dieses Verhältnis über alle Geschwindigkeiten hinweg gleich.

Der Unterschied zur absoluten Angabe zeigt sich erst am Rand des Bereichs. Ein Hörer, der 500 Wörter je Minute eingestellt hat, nimmt eine feste Pause von einer halben Sekunde als Unterbrechung wahr, während sie bei 80 Wörtern je Minute kaum auffällt. Eine Prozentangabe kennt dieses Problem nicht.

Zu beachten ist, dass die Rechnung mit einem Durchschnittswort arbeitet und nicht mit dem tatsächlich zuletzt gesprochenen. Die Wortlänge folgt allein aus der eingestellten Geschwindigkeit. Ein Absatz, der auf ein einsilbiges Wort endet, bekommt daher dieselbe Pause wie einer, der auf ein langes Kompositum endet.

Am Ende des Elements, vor dem Zeichen

Die Pause steht nach dem letzten Wort und vor dem mit cue-after bestimmten Klangzeichen. Sie gehört damit noch zum Element und nicht zum Abstand zwischen zwei Elementen, auch wenn sie an dieser Stelle so klingt.

Sichtbar wird der Unterschied dort, wo zwei Elemente aneinandergrenzen: das pause-after des ersten und das pause-before des zweiten treffen aufeinander. Im visuellen Modell fallen benachbarte Außenabstände unter genau beschriebenen Bedingungen zusammen; für Pausen enthält CSS 2 keine vergleichbare Regel. Wer beide Werte großzügig setzt, plant also mit ihrer Summe.

Vererbt wird nichts, und der Ausgangswert liegt beim Anwenderprogramm. Ein Stylesheet, das nur pause-after an Überschriften setzt, verändert deshalb genau eine Stelle im Vortrag und lässt alles andere so, wie der Hörer es eingestellt hat. Das ist der schonende Weg mit dieser Eigenschaft: wenige Stellen benennen, statt eine durchgehende Rhythmik vorschreiben zu wollen.

Für Listen ergibt sich daraus ein brauchbares Muster. Eine kleine Pause nach jedem Listenpunkt gliedert die Aufzählung, eine deutlich größere nach der ganzen Liste trennt sie vom folgenden Text. Weil beide Werte relativ angegeben werden können, bleibt dieses Verhältnis auch dann erhalten, wenn der Hörer die Geschwindigkeit verdoppelt.

Besonderheiten im Medientyp handheld

Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.

Weitere Charakteristika

Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.

Ausgangswert
Abhängig vom Anwenderprogramm
Berechneter Wert
<time>
Vererbung
Nein
Anwendbarkeit
Auf alle Elemente
%-Bezugswert
Siehe oben
Mediengruppe(n)
Aural

Verwendete Standards

Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.