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CSS 2.1 · Eigenschaft

CSS-Eigenschaft cue-after

Vollreferenz zu cue-after aus CSS 1 und CSS 2.1 mit Syntax, Bedeutung, Beispiel und Browserunterstützung.

Erstveröffentlichung Lesezeit 3 min
stylesheet.css · cue-after

Aurale Eigenschaft aus CSS 2: kein Browser hat sie je umgesetzt; CSS 2.1 führt sie nur noch informativ, CSS Speech (Level 3) definiert Nachfolger.

Erläuterungen

Die Eigenschaft cue-after dient der Ausgabe eines hörbaren Erkennungszeichens nach der Ausgabe des Elements, um semantische Elemente voneinander unterscheiden zu können. Zwischen dem eigentlichen Inhalt des Elements und diesem Schallzeichen kann noch eine durch pause-after definierte Pause stehen.

Hinweis:
Alle Auralen Eigenschaften werden in CSS 2.1 voraussichtlich nur noch als Anhang übernommen und sind nicht normativ.

Erlaubte Werte

Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):

'cue-after'
<uri> | none | inherit
<uri>
Pfad zu einer Audiodatei. Das Anwenderprogramm sollte die Angabe ignorieren und wie none behandeln, wenn es sich bei der angegebenen Datei um keine Audiodatei handelt.
none (Ausgangswert)
Es wird keine Datei angegeben.
inherit
Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.

Code-Beispiel

H1 { cue-after:url("dong.wav") }

Browserunterstützung

 
Die auralen Eigenschaften werden bis heute nur mangelhaft unterstützt, so dass sie für die Produktion noch nicht geeignet sind.

Wechselwirkungen

cue,
pause, pause-after

Das Zeichen am Ende und seine Stellung

cue-after schließt ein Element hörbar ab. Es steht am Ende einer festen Kette: erst der Inhalt, dann die mit pause-after bestimmte Pause, dann das Zeichen. Wer beide Enden eines Elements markieren will, braucht deshalb zwei getrennte Dateien oder die Kurzschrift cue, die denselben Pfad auf beide Seiten legt.

In der Praxis wurden Zeichen am Anfang öfter gedacht als am Ende, und das hat einen Grund im Hören selbst. Ein Ton vor dem Text kündigt an, wofür der Hörer sich einstellen soll; ein Ton danach bestätigt nur, was er schon gehört hat. Nützlich wird das Schlusszeichen dort, wo ein Element lang ist und sein Ende nicht aus dem Satzbau hervorgeht, etwa am Ende eines längeren Zitats oder einer Aufzählung.

Der Ausgangswert ist none, vererbt wird nichts. Bei verschachtelten Elementen entsteht daraus eine Folge von Schlusszeichen, die sich in umgekehrter Reihenfolge zu den Anfangszeichen abspielt: das innere Element schließt zuerst, das äußere zuletzt.

Für die Kurzschrift bedeutet das eine bewusste Entscheidung. cue: url("ping.au") setzt denselben Ton an beide Enden, was ein Element sauber einrahmt, aber auch verdoppelt: bei zehn Zitaten auf einer Seite sind das zwanzig Töne. Zwei unterschiedliche Dateien, ein heller Anfang und ein dunkleres Ende, tragen dagegen zusätzlich die Richtung.

Dateien, Ausfall und was heute davon gilt

Die Spezifikation nennt kein Format. Sie verlangt nur eine Audiodatei und schreibt vor, dass alles andere wie none zu behandeln ist. Die Beispiele der Zeit nennen .au und .wav, also unkomprimierte Formate, die ein Vorleseprogramm ohne weitere Bibliothek abspielen konnte. Ein kurzer Ton von wenigen hundert Millisekunden war gemeint, kein Musikstück.

Die Aufgabe selbst ist geblieben, ihre Lösung liegt nur woanders. Ein Vorleseprogramm sagt heute an, was ein Element ist, weil es die Rolle aus dem Dokument kennt, und braucht dafür kein Klangzeichen aus dem Stylesheet. Es meldet eine Ebene bei Überschriften, die Anzahl der Einträge bei Listen und den Zustand bei Schaltflächen. Diese Ansagen sind genauer, als ein Ton es sein kann, und sie lassen sich vom Hörer abschalten, wenn sie stören.

Damit bleibt cue-after eine Eigenschaft, die beschreibt, wie das Problem einmal gelöst werden sollte, bevor die Werkzeugkette dafür bestand. Im Sprachmodul trägt sie denselben Namen weiter, in Browsern hat sie nie gewirkt.

Für die Bestandsaufnahme bleibt die Eigenschaft dennoch nützlich. Sie zeigt, mit welcher Sorgfalt CSS 2 den Vortrag eines Dokuments durchdacht hat: Anfang und Ende getrennt ansprechbar, jede Seite mit eigener Pause, und für den Fehlerfall eine ausdrückliche Anweisung. Wer heute Oberflächen mit Klang entwirft, findet hier eine bereits sortierte Liste der Entscheidungen, die dabei anfallen.

Besonderheiten im Medientyp handheld

Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.

Weitere Charakteristika

Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.

Ausgangswert
none
Berechneter Wert
absoluter Wert für <uri> oder none
Vererbung
Nein
Anwendbarkeit
Auf alle Elemente
%-Bezugswert
Nicht zutreffend
Mediengruppe(n)
Aural

Verwendete Standards

Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.