CSS 2.1 · Eigenschaft
CSS-Eigenschaft cue-after
Vollreferenz zu cue-after aus CSS 1 und CSS 2.1 mit Syntax, Bedeutung, Beispiel und Browserunterstützung.
cue-afterAurale Eigenschaft aus CSS 2: kein Browser hat sie je umgesetzt; CSS 2.1 führt sie nur noch informativ, CSS Speech (Level 3) definiert Nachfolger.
Erläuterungen
Die Eigenschaft cue-after dient der Ausgabe eines hörbaren Erkennungszeichens nach der Ausgabe des Elements, um semantische Elemente voneinander unterscheiden zu können. Zwischen dem eigentlichen Inhalt des Elements und diesem Schallzeichen kann noch eine durch pause-after definierte Pause stehen.
Hinweis:
Alle Auralen Eigenschaften werden in CSS 2.1 voraussichtlich nur noch als Anhang übernommen und sind nicht normativ.
Erlaubte Werte
Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):
'cue-after' <uri> | none | inherit
<uri>- Pfad zu einer Audiodatei. Das Anwenderprogramm sollte die Angabe ignorieren und wie
nonebehandeln, wenn es sich bei der angegebenen Datei um keine Audiodatei handelt. none(Ausgangswert)- Es wird keine Datei angegeben.
inherit- Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.
Code-Beispiel
H1 { cue-after:url("dong.wav") }
Browserunterstützung
- Die auralen Eigenschaften werden bis heute nur mangelhaft unterstützt, so dass sie für die Produktion noch nicht geeignet sind.
Wechselwirkungen
Das Zeichen am Ende und seine Stellung
cue-after schließt ein Element hörbar ab. Es steht am Ende einer festen Kette: erst der
Inhalt, dann die mit pause-after bestimmte Pause, dann das Zeichen. Wer beide Enden eines
Elements markieren will, braucht deshalb zwei getrennte Dateien oder die Kurzschrift cue, die
denselben Pfad auf beide Seiten legt.
In der Praxis wurden Zeichen am Anfang öfter gedacht als am Ende, und das hat einen Grund im Hören selbst. Ein Ton vor dem Text kündigt an, wofür der Hörer sich einstellen soll; ein Ton danach bestätigt nur, was er schon gehört hat. Nützlich wird das Schlusszeichen dort, wo ein Element lang ist und sein Ende nicht aus dem Satzbau hervorgeht, etwa am Ende eines längeren Zitats oder einer Aufzählung.
Der Ausgangswert ist none, vererbt wird nichts. Bei verschachtelten Elementen entsteht daraus
eine Folge von Schlusszeichen, die sich in umgekehrter Reihenfolge zu den Anfangszeichen abspielt: das
innere Element schließt zuerst, das äußere zuletzt.
Für die Kurzschrift bedeutet das eine bewusste Entscheidung. cue: url("ping.au") setzt
denselben Ton an beide Enden, was ein Element sauber einrahmt, aber auch verdoppelt: bei zehn Zitaten
auf einer Seite sind das zwanzig Töne. Zwei unterschiedliche Dateien, ein heller Anfang und ein
dunkleres Ende, tragen dagegen zusätzlich die Richtung.
Dateien, Ausfall und was heute davon gilt
Die Spezifikation nennt kein Format. Sie verlangt nur eine Audiodatei und schreibt vor, dass alles
andere wie none zu behandeln ist. Die Beispiele der Zeit nennen .au und .wav,
also unkomprimierte Formate, die ein Vorleseprogramm ohne weitere Bibliothek abspielen konnte. Ein
kurzer Ton von wenigen hundert Millisekunden war gemeint, kein Musikstück.
Die Aufgabe selbst ist geblieben, ihre Lösung liegt nur woanders. Ein Vorleseprogramm sagt heute an, was ein Element ist, weil es die Rolle aus dem Dokument kennt, und braucht dafür kein Klangzeichen aus dem Stylesheet. Es meldet eine Ebene bei Überschriften, die Anzahl der Einträge bei Listen und den Zustand bei Schaltflächen. Diese Ansagen sind genauer, als ein Ton es sein kann, und sie lassen sich vom Hörer abschalten, wenn sie stören.
Damit bleibt cue-after eine Eigenschaft, die beschreibt, wie das Problem einmal gelöst werden
sollte, bevor die Werkzeugkette dafür bestand. Im Sprachmodul trägt sie denselben Namen weiter, in
Browsern hat sie nie gewirkt.
Für die Bestandsaufnahme bleibt die Eigenschaft dennoch nützlich. Sie zeigt, mit welcher Sorgfalt CSS 2 den Vortrag eines Dokuments durchdacht hat: Anfang und Ende getrennt ansprechbar, jede Seite mit eigener Pause, und für den Fehlerfall eine ausdrückliche Anweisung. Wer heute Oberflächen mit Klang entwirft, findet hier eine bereits sortierte Liste der Entscheidungen, die dabei anfallen.
Besonderheiten im Medientyp handheld
Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.
Weitere Charakteristika
Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.
- Ausgangswert
none- Berechneter Wert
- absoluter Wert für
<uri>odernone - Vererbung
- Nein
- Anwendbarkeit
- Auf alle Elemente
- %-Bezugswert
- Nicht zutreffend
- Mediengruppe(n)
- Aural
Verwendete Standards
Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.