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CSS 2.1 · Eigenschaft

CSS-Eigenschaft pause-before

Vollreferenz zu pause-before aus CSS 1 und CSS 2.1 mit Syntax, Bedeutung, Beispiel und Browserunterstützung.

Erstveröffentlichung Lesezeit 3 min
stylesheet.css · pause-before

Aurale Eigenschaft aus CSS 2: kein Browser hat sie je umgesetzt; CSS 2.1 führt sie nur noch informativ, CSS Speech (Level 3) definiert Nachfolger.

Erläuterungen

Die Eigenschaft pause-before spezifiziert eine Pause, die vor dem Sprechen des Elementes, jedoch nach dem mit cue-before definierten Schallzeichen, eingelegt werden soll.

Webautoren sind angehalten, die Länge der Pause bevorzugt als relative Zeitangabe zu definieren, da sich dann die Pausenlänge an die Sprechgeschwindigkeit (speech-rate) anpaßt, die von Benutzer zu Benutzer sehr unterschiedlich sein kann.

Hinweis:
Alle Auralen Eigenschaften werden in CSS 2.1 voraussichtlich nur noch als Anhang übernommen und sind nicht normativ.

Erlaubte Werte

Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):

'pause-before'
<time> | <percentage> | inherit
<time>
Absolute Zeitangabe in Sekunden (s) oder Millisekunden (ms)
<percentage>
Diese Angabe ist von der eingestellten Sprechgeschwindigkeit (speech-rate) des Benutzers abhängig. Zunächst ermittelt das Anwenderprogramm aus der Sprechgeschwindigkeit die Länge eines Wortes, um diese dann mit 100% gleichzusetzen.
inherit
Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.

Code-Beispiel

P { speech-rate: 100; pause-before: 50%; } /* 300ms */

P { speech-rate: fast; pause-before: 50%; } /* 100ms *

Browserunterstützung

 
Die auralen Eigenschaften werden bis heute nur mangelhaft unterstützt, so dass sie für die Produktion noch nicht geeignet sind.

Wechselwirkungen

cue-before,
pause, pause-after, speech-rate

Die Rechnung hinter den Beispielen

Die beiden Beispiele auf dieser Seite lassen sich nachrechnen. Bei speech-rate: 100 spricht das Anwenderprogramm hundert Wörter je Minute, ein Wort dauert also 600 Millisekunden, und diese Dauer gilt als 100 %. Aus pause-before: 50% werden damit 300 Millisekunden. Der Wert fast entspricht 300 Wörtern je Minute, ein Wort dauert 200 Millisekunden, und dieselben 50 % ergeben nur noch 100 Millisekunden.

Der Bezugswert ist damit ungewöhnlich: er kommt nicht aus dem Elternelement und nicht aus der Schriftgröße, sondern aus einer Einstellung, die der Hörer vorgibt. Ein Stylesheet, das Prozentwerte benutzt, beschreibt deshalb ein Verhältnis und keine Dauer. Es sagt, dass vor einer Überschrift eine halbe Wortlänge Stille stehen soll, und überlässt die Millisekunden dem Gerät.

Absolute Angaben in Sekunden oder Millisekunden bleiben erlaubt und sind dort richtig, wo eine feste Dauer gemeint ist, etwa als kurzer Abstand zu einem Klangzeichen, dessen Länge ebenfalls feststeht.

Die Umrechnung setzt voraus, dass die Sprechgeschwindigkeit als Zahl vorliegt. Bei den Schlüsselwörtern nennt die Spezifikation dafür feste Entsprechungen, von 80 Wörtern je Minute bei x-slow bis 500 bei x-fast, sodass sich auch für sie ein Prozentwert ausrechnen lässt. Nur der Ausgangswert medium ist mit 180 bis 200 Wörtern je Minute als Spanne angegeben.

Zwischen Zeichen und Text

Die Pause steht nach dem mit cue-before bestimmten Klangzeichen und vor dem ersten Wort. Diese Reihenfolge ist festgelegt und lässt sich nicht umkehren. Sie ergibt hörbar Sinn: das Zeichen kündigt an, die Pause lässt es ausklingen und trennt es vom Text, damit beides nicht ineinander läuft.

Die Eigenschaft wird nicht vererbt. In einer verschachtelten Struktur summieren sich Pausen daher nicht von selbst; jedes Element, das eine haben soll, deklariert sie. Beginnt ein Abschnitt mit einer Überschrift und tragen beide eine Pause, folgen die beiden Pausen dennoch aufeinander, weil an dieser Stelle zwei Elementanfänge zusammenfallen.

Der Ausgangswert ist nicht auf null festgelegt, sondern hängt vom Anwenderprogramm ab. Ein Vorleseprogramm bringt also eigene Vorstellungen davon mit, wie viel Luft zwischen zwei Elementen liegt, und ein Stylesheet greift in diese Vorgabe ein, statt sie von null aus aufzubauen. Wer eine Trennung wirklich beseitigen will, muss ausdrücklich 0ms notieren.

In Verbindung mit speak: none verliert die Angabe ihren Sinn, denn ein Element, das nicht ausgegeben wird, beansprucht laut Spezifikation keinerlei Zeit. Anders liegt der Fall bei volume: silent: dort bleibt die Dauer des Elements erhalten und nur der Ton fehlt, sodass die Pause davor weiterhin als Stille zu hören wäre, die sich in eine längere Stille fügt.

Besonderheiten im Medientyp handheld

Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.

Weitere Charakteristika

Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.

Ausgangswert
Abhängig vom Anwenderprogramm
Berechneter Wert
<time>
Vererbung
Nein
Anwendbarkeit
Auf alle Elemente
%-Bezugswert
Siehe oben
Mediengruppe(n)
Aural

Verwendete Standards

Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.