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CSS 2.1 · Eigenschaft

CSS-Eigenschaft page

Vollreferenz zu page aus CSS 1 und CSS 2.1 mit Syntax, Bedeutung, Beispiel und Browserunterstützung.

Erstveröffentlichung Lesezeit 4 min
stylesheet.css · page

CSS 2 only; dropped from CSS 2.1. Returned in CSS Paged Media Level 3.

Erläuterungen

Mit Hilfe dieser Eigenschaft und einer @page-Regel ist es möglich, bestimmte Elemente in einem anderen Seitenformat drucken zu lassen als den Rest des Dokuments. Die Eigenschaft page greift dabei auf den Seitenselektor zurück, der vorher durch die @page-Regel definiert wurde.

Beispielsweise möchte man überbreite Tabellen im A4-Querformat drucken. Dazu versieht man sie mit einer Klasse, die nur im Stylesheet für den Drucker auftaucht.

Dadurch werden vor und nach dem Ausdruck dieser Tabellen ein oder zwei Seitenumbrüche eingefügt und die Tabellen selbst im gewünschten Format gedruckt (siehe Beispiel unten).

Hinweis:
Diese Eigenschaft wird nicht in CSS 2.1 übernommen.

Erlaubte Werte

Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):

'page'
<identifier> | auto
<identifier>
Ein Name, der mit @page bestimmt wurde.
auto (Ausgangswert)
Ausdruck automatisch im Normalformat.

Code-Beispiel

@page a4-hoch { size: 21cm 29.7cm }
@page a4-quer { size: landscape }
P { page: a4-hoch }
TABLE.breit { page: a4-quer }

Browserunterstützung

 
Die Unterstützung der Eigenschaften zur Drucksteuerung ist zur Zeit noch zu lückenhaft für die Produktion, sodass sich eine detaillierte Erläuterung noch nicht lohnt. Es sind aber andererseits auch keine negativen Auswirkungen dieser Eigenschaften bekannt.

Wechselwirkungen

@page

Benannte Seiten

Die At-Regel für Seiten kann mehr als eine Seitenvorlage beschreiben. Bekommt sie einen Namen, wird sie damit ansprechbar, und diese Eigenschaft verbindet ein Element mit einer solchen Vorlage. Ein Dokument kann so mehrere Seitenformate gleichzeitig verwenden.

Das Beispiel auf dieser Seite zeigt den klassischen Fall: der laufende Text erscheint hochkant, breite Tabellen quer. Bemerkenswert ist die Nebenwirkung, die der Text ausdrücklich nennt. Ein Wechsel der Seitenvorlage erzwingt einen Seitenumbruch, denn eine Seite kann nur ein Format haben. Vor und nach der Tabelle entsteht also ein Umbruch, ohne dass eine Umbrucheigenschaft im Spiel wäre.

Die Eigenschaft wird vererbt, und ihr Ausgangswert ist auto, also die unbenannte Vorlage. Die Vererbung ist hier passend: eine Zuweisung an einen Abschnitt soll für alles darin gelten, sonst müsste jedes Element einzeln zugewiesen werden.

Der Name selbst unterliegt den Regeln für Bezeichner: er darf keine Anführungszeichen tragen und keines der Schlüsselwörter sein, die an dieser Stelle eine eigene Bedeutung haben. Ein Name, der wie ein Format klingt, ist dabei nicht dasselbe wie das Format; welche Maße dahinterstehen, legt allein die zugehörige At-Regel fest.

Warum die Regel ins Druck-Stylesheet gehört

Der Hinweis im Text, die Klasse tauche nur im Stylesheet für den Drucker auf, ist mehr als eine Randbemerkung. Er beschreibt eine Arbeitsweise: die Auszeichnung im Dokument bleibt neutral, und erst das Stylesheet für das jeweilige Medium entscheidet, was daraus wird.

Am Bildschirm gibt es keine Seiten, also auch keine Seitenvorlagen. Eine Tabelle, die im Ausdruck quer steht, ist am Bildschirm einfach eine breite Tabelle, die sich waagerecht schieben lässt. Dieselbe Auszeichnung führt in zwei Medien zu zwei Lösungen, und keine der beiden muss die andere kennen.

Für den Autor bedeutet das eine zusätzliche Regel im Umgang mit Klassennamen. Ein Name, der eine Absicht beschreibt, etwa dass eine Tabelle breit ist, überlebt beide Stylesheets. Ein Name, der ein Format beschreibt, bindet das Dokument an eine Ausgabe.

Gestrichen, weitergeführt, spät umgesetzt

Wie size und marks ist diese Eigenschaft nicht in CSS 2.1 übernommen worden. Der Grund war derselbe: der Standard sollte auf das begrenzt werden, was Browser damals umsetzten, und benannte Seiten setzte keiner um.

Weitergeführt wurde sie im Modul für seitenorientierte Medien, und dort ist sie bis heute beschrieben. Umgesetzt haben sie zunächst nur die Programme, die aus Auszeichnungssprache und Stylesheet Druckdateien erzeugen; in Browsern kam die Unterstützung erst sehr viel später und ist weiterhin uneinheitlich.

Wer heute ein Dokument mit mehreren Seitenformaten braucht, prüft deshalb zuerst, womit gedruckt werden soll. Für den Ausdruck aus dem Browser ist ein einheitliches Format die verlässlichere Grundlage, für eine erzeugte Druckdatei sind benannte Seiten seit langem ein gangbarer Weg.

Besonderheiten im Medientyp handheld

Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.

Weitere Charakteristika

Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.

Ausgangswert
auto
Berechneter Wert
Nicht definiert
Vererbung
Ja
Anwendbarkeit
Block-Level- Elemente
%-Bezugswert
Nicht zutreffend
Mediengruppe(n)
Visual, Seiten

Verwendete Standards

Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 1 Errata, CSS 2.