CSS 2.1 · Eigenschaft
CSS-Eigenschaft pause
Vollreferenz zu pause aus CSS 1 und CSS 2.1 mit Syntax, Bedeutung, Beispiel und Browserunterstützung.
pauseAurale Eigenschaft aus CSS 2: kein Browser hat sie je umgesetzt; CSS 2.1 führt sie nur noch informativ, CSS Speech (Level 3) definiert Nachfolger.
Erläuterungen
pause ist eine Kurzschrift-Eigenschaft, die die Eigenschaften pause-before und pause-after zusammenfaßt. Sie fügt jeweils eine Pause zwischen dem Inhalt des aktuellen Elements und den mit cue-before bzw. cue-after definierten Schallzeichen ein.
Webautoren sind angehalten, die Länge der Pause bevorzugt als relative Zeitangabe zu definieren, da sich dann die Pausenlänge an die Sprechgeschwindigkeit (speech-rate) anpaßt, die von Benutzer zu Benutzer sehr unterschiedlich sein kann.
Hinweis:
Alle Auralen Eigenschaften werden in CSS 2.1 voraussichtlich nur noch als Anhang übernommen und sind nicht normativ.
Erlaubte Werte
Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):
'pause' [ [ <time> | <percentage>]{1,2} ] | inherit
<time>- Ein oder zwei Werte für die absolute Zeitangabe in Sekunden (
s) oder Millisekunden (ms) - Sind zwei Werte gegeben, gilt der erste für
pause-beforeund der zweite fürpause-after. Ist nur ein Wert gegeben, gilt er für beide Eigenschaften. <percentage>- Der Prozentwert ist vom invertierten Wert der Sprechgeschwindigkeit (
speech-rate) abhängig, die in 'Worte pro Minute' angegeben wird. Als Inverses ergibt sich die Länge eines Wortes, die mit100%gleichgesetzt wird. - Auch hier sind ein oder zwei Werte möglich. Sind zwei Werte gegeben, gilt der erste für
pause-beforeund der zweite fürpause-after. Ist nur ein Wert gegeben, gilt er für beide Eigenschaften. inherit- Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.
Code-Beispiel
P { pause: 500ms 50%; }
Browserunterstützung
- Die auralen Eigenschaften werden bis heute nur mangelhaft unterstützt, so dass sie für die Produktion noch nicht geeignet sind.
Wechselwirkungen
cue, cue-after, cue-before, pause-after, pause-before, speech-rate
Wie aus einem Prozentwert eine Zeit wird
Der Prozentwert bezieht sich nicht auf eine Länge, sondern auf die Sprechgeschwindigkeit, und zwar
auf ihren Kehrwert. Aus speech-rate: 100, also hundert Worten je Minute, folgt eine
durchschnittliche Wortdauer von 600 Millisekunden, und diese Dauer gilt als 100 %. Eine Pause von 50 %
dauert dann 300 Millisekunden. Bei speech-rate: 300 ergibt dieselbe Angabe 100 Millisekunden.
Genau darin liegt der Rat, relative Angaben zu bevorzugen. Wer schnell hört, und geübte Nutzer von Vorleseprogrammen stellen sehr hohe Geschwindigkeiten ein, empfindet eine feste Pause von 300 Millisekunden nicht als Gliederung, sondern als Stocken. Der Prozentwert schrumpft dagegen im selben Verhältnis wie die Wörter und behält damit seine Funktion.
Zwei Werte verteilen sich auf die beiden Seiten des Elements, der erste auf pause-before, der
zweite auf pause-after; ein einzelner Wert gilt für beide. Absolute und relative Angaben lassen
sich dabei mischen, etwa eine feste Pause vor und eine mitwachsende nach dem Element.
Stellung im Ablauf und Vererbung
Die Pause liegt innen: zwischen dem Klangzeichen und dem Inhalt, nicht vor dem Zeichen. Ein Element
mit beiden Angaben wird also als Zeichen, Pause, Inhalt, Pause, Zeichen ausgegeben. Wer eine Trennung
vor dem Zeichen braucht, muss sie am vorhergehenden Element als pause-after anbringen.
Weder die Kurzschrift noch ihre Längsformen werden vererbt, und ihr Ausgangswert hängt vom Anwenderprogramm ab. Beides passt zu ihrer Aufgabe: eine Pause ist ein Ereignis an einer Elementgrenze und keine Eigenschaft der Stimme. Würde sie vererbt, käme in einer verschachtelten Liste an jeder Grenze die Summe aller geerbten Pausen zusammen.
Was benachbarte Pausen tun, ist in CSS 2 nicht so ausführlich geregelt wie das Zusammenfallen der
Außenabstände im visuellen Modell. Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Absätzen treffen das
pause-after des ersten und das pause-before des zweiten aufeinander, und die
Spezifikation lässt offen, ob sie sich addieren oder überlagern. Für eine Eigenschaft, die nie
umgesetzt wurde, ist die Frage nie praktisch geworden.
Besonderheiten im Medientyp handheld
Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.
Weitere Charakteristika
Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.
- Ausgangswert
- Abhängig vom Anwenderprogramm
- Berechneter Wert
- Siehe bei den individuellen Eigenschaften
- Vererbung
- Nein
- Anwendbarkeit
- Auf alle Elemente
- %-Bezugswert
- Siehe bei
pause-beforeundpause-after. - Mediengruppe(n)
- Aural
Verwendete Standards
Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.