The StyleWorksCSS { Referenz · Labor · Übungen }
  1. Startseite
  2. Referenz
  3. play-during

CSS 2.1 · Eigenschaft

CSS-Eigenschaft play-during

Vollreferenz zu play-during aus CSS 1 und CSS 2.1 mit Syntax, Bedeutung, Beispiel und Browserunterstützung.

Erstveröffentlichung Lesezeit 4 min
stylesheet.css · play-during

Aurale Eigenschaft aus CSS 2: kein Browser hat sie je umgesetzt; CSS 2.1 führt sie nur noch informativ, CSS Speech (Level 3) definiert Nachfolger.

Erläuterungen

play-during designiert eine Audiodatei, deren Inhalt beim Vorlesen des Elements im Hintergrund läuft.

Hinweis:
Alle Auralen Eigenschaften werden in CSS 2.1 voraussichtlich nur noch als Anhang übernommen und sind nicht normativ.

Erlaubte Werte

Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):

'play-during'
<uri> [ mix || repeat ]? | auto | none | inherit
<uri>
Pfad zu einer Audiodatei. Dieser Wert kann mit den Werten mix oder repeat ergänzt werden.
mix
Wenn das Elternelement und das aktuelle Element mit einem auralen Hintergrund versehen sind, wird der Hintergrundsound des Elternelementes während des Vorlesens des aktuellen Elements nicht gestoppt, sondern mit dem Hintergrundsound des aktuellen Elements gleichzeitig abgespielt, d. h. gemischt. Der Wert mix ist optional.
repeat
Vergleichbar der visuellen Eigenschaft background-repeat, wird das Abspielen des auralen Hintergrunds so lange wiederholt, bis das Vorlesen des Elementinhalts beendet ist. Wenn der Elementinhalt kürzer ist als der aurale Hintergrund, dann wird der Hintergrund am Ende des Elementes abgeschnitten. Der Wert repeat ist optional.
auto (Ausgangswert)
Der aurale Hintergrund des Elternelements wird während des Vortrags des aktuellen Elements ohne Unterbrechung weiter gespielt.
none
Es wird kein Hintergrundsound ausgegeben, auch nicht der des Elternelements.
inherit
Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt. Das bedeutet in diesem Fall, dass das Abspielen des auralen Hintergrundes gestoppt und innerhalb des aktuellen Elementes neu gestartet wird.

Code-Beispiel

P.relax { play-during: url("harp.wav") repeat }

Browserunterstützung

 
Die auralen Eigenschaften werden bis heute nur mangelhaft unterstützt, so dass sie für die Produktion noch nicht geeignet sind.

Wechselwirkungen

(Keine.)

Vier Fälle in einer Grammatik

Die Eigenschaft unterscheidet vier Zustände. Eine Pfadangabe legt einen eigenen Hintergrundklang für das Element fest. auto als Ausgangswert lässt den Klang des Elternelements ununterbrochen weiterlaufen. none schaltet still, und zwar auch den geerbten Klang des Elternelements, was none von einer bloßen Nichtangabe unterscheidet. Die Zusätze mix und repeat ergänzen nur den ersten Fall.

Ohne mix verdrängt der eigene Klang den des Elternelements für die Dauer des Elements. Mit mix liegen beide übereinander. Damit lässt sich eine Schichtung aufbauen, in der ein durchgehender Klang das ganze Kapitel trägt und einzelne Abschnitte etwas hinzufügen.

Vererbt wird die Eigenschaft nicht, und trotzdem wirkt der Klang eines Elternelements in seine Nachfahren hinein. Das ist kein Widerspruch: er läuft weiter, weil er zeitlich noch nicht zu Ende ist, nicht weil sein Wert weitergereicht würde. Genau deshalb braucht es none, um ihn abzuschalten.

Die Parallele zum Hintergrundbild

Die Spezifikation zieht den Vergleich zu background-repeat selbst, und er trägt weiter als nur bis zum Namen. Im visuellen Modell füllt ein Bild eine Fläche und wird gekachelt, wenn die Fläche größer ist als das Bild. Hier füllt ein Klang eine Dauer und wird wiederholt, wenn das Element länger gesprochen wird als die Datei läuft.

Auch der umgekehrte Fall entspricht sich. Ein Bild, das größer ist als seine Fläche, wird beschnitten; eine Datei, die länger ist als das Element, wird am Ende des Elements abgeschnitten. Die Zeit übernimmt hier durchgehend die Rolle, die im visuellen Modell die Fläche spielt.

Der Vergleich hat eine Grenze, und sie liegt beim Betrachter. Ein Hintergrundbild lässt sich übersehen, ein Hintergrundklang nicht überhören. Wer eine Seite liest, entscheidet selbst, worauf er schaut; wer sie hört, bekommt alles nacheinander und übereinander so, wie es ausgegeben wird.

Ersatzlos gestrichen

In der späteren Arbeit am Thema kommt diese Eigenschaft nicht mehr vor, und dafür gibt es einen sachlichen Grund. Ein Klangteppich unter einer synthetischen Stimme senkt die Verständlichkeit messbar, und zwar stärker als unter einer natürlichen Stimme, weil der Synthese ohnehin ein Teil der Feinheiten fehlt, an denen sich das Gehör im Störgeräusch festhält.

Die Empfehlungen zur Zugänglichkeit gehen seither in die Gegenrichtung: Hintergrundklang soll sich abschalten lassen, deutlich leiser sein als die Sprache oder ganz entfallen. Eine Eigenschaft, mit der ein Dokument ungefragt einen Klangteppich unter seinen eigenen Text legt, passt dazu nicht.

Was bleibt, ist ein Blick auf die Zeit, in der das Kapitel entstand. Dass die Autoren einen Hintergrundklang selbstverständlich neben das Hintergrundbild stellten, zeigt, wie konsequent sie das visuelle Modell in eine hörbare Form übersetzt haben, bis hin zu den Kanten, die dabei entstehen.

Besonderheiten im Medientyp handheld

Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.

Weitere Charakteristika

Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.

Ausgangswert
auto
Berechneter Wert
Absolute URI für <uri>, sonst Spezifizierter Wert
Vererbung
Nein
Anwendbarkeit
Auf alle Elemente
%-Bezugswert
Nicht zutreffend
Mediengruppe(n)
Aural

Verwendete Standards

Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.