CSS 2.1 · Eigenschaft
CSS-Eigenschaft page-break-inside
Vollreferenz zu page-break-inside: erlaubte Werte, Ausgangswert, Vererbung, Beispiel – und ein Regler, der zeigt, was die Eigenschaft tut.
page-break-inside.probe { page-break-inside: avoid; }
Ein Absatz Fließtext, der beim Drucken umbrechen könnte.
page-break-insideBeim Drucken (Strg+P) zeigt der Browser, was die Eigenschaft bewirkt; am Bildschirm hat sie keine Wirkung.
Erläuterungen
page-break-inside ist eine der Eigenschaften, die der Realisation der CSS-Regeln für Seitenumbrüche dienen. Sie regelt das Auftreten von Seitenumbrüchen innerhalb des aktuellen Elementes.
Die Unterstützung der page-break-Eigenschaften durch die Browser ist bis jetzt noch sehr schlecht. Allein die Gecko-Engine ist bisher in der Lage, sie teilweise darzustellen.
Erlaubte Werte
Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):
'page-break-inside' avoid | auto | inherit
auto(Ausgangswert)- Ein Seitenumbruch innerhalb der generierten Box wird weder erzwungen noch verboten.
avoid- Innerhalb der generierten Box wird ein Seitenumbruch stets verboten.
inherit- Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.
Code-Beispiel
IMG { page-break-inside: avoid; }
Browserunterstützung
- Die Unterstützung der Eigenschaften zur Drucksteuerung ist zur Zeit noch zu lückenhaft für die Produktion, sodass sich eine detaillierte Erläuterung noch nicht lohnt. Es sind aber andererseits auch keine negativen Auswirkungen dieser Eigenschaften bekannt.
Wechselwirkungen
@page,page-break-after, page-break-before,orphans ,widows
Ein Wunsch, kein Befehl
Von den drei Umbrucheigenschaften ist diese die einzige, die nichts erzwingen kann. Ein Umbruch
innerhalb eines Elements lässt sich verbieten, aber nicht anordnen: always ergäbe hier keinen
Sinn, weil unklar wäre, an welcher Stelle im Element gebrochen werden soll. Die Werte beschränken sich
deshalb auf auto und avoid.
Auch avoid ist nicht unbedingt. Ist das Element höher als die Seite, muss das
Anwenderprogramm es trotzdem teilen, sonst ginge Inhalt verloren. Die Angabe wird also befolgt, solange
sie erfüllbar ist, und ansonsten übergangen. Das unterscheidet sie von den erzwungenen Umbrüchen, die
immer ausgeführt werden.
Das Code-Beispiel auf dieser Seite trifft den typischen Fall. Ein Bild, das über zwei Seiten geteilt wird, ist unbrauchbar, und da ein Bild ohnehin selten höher ist als eine Seite, lässt sich die Angabe fast immer erfüllen.
Was zusammenbleiben sollte
Neben Bildern gibt es einige wiederkehrende Kandidaten. Eine Tabelle mit wenigen Zeilen wird unleserlich, wenn der Kopf auf der einen und die Werte auf der anderen Seite stehen. Ein Codebeispiel verliert seinen Zusammenhang, sobald die Einrückung über den Seitenrand hinweg verfolgt werden muss. Ein Kasten mit Rahmen sieht geteilt nach einem Fehler aus, weil der Rahmen an der Bruchstelle offen bleibt.
Bei langen Tabellen ist die Angabe dagegen die falsche Wahl. Sie sollen geteilt werden, nur soll
sich der Kopf auf jeder Seite wiederholen; dafür gibt es die Kopf- und Fußgruppen der Tabelle selbst.
avoid an einer zehnseitigen Tabelle bewirkt nichts außer einer leeren Seite davor.
Die Eigenschaft wird nicht vererbt, und das ist beabsichtigt: die Frage, ob ein Element zusammenbleiben muss, hängt an diesem Element und nicht an seinem Container. Ein Kasten, der nicht geteilt werden soll, würde sonst auch jeden Absatz darin unteilbar machen.
Der heutige Name
Die drei Umbrucheigenschaften gehören heute nicht mehr allein zum Druck. Inhalt wird auch in Spalten geteilt, und die Frage, ob ein Element dabei zusammenbleiben soll, stellt sich dort genauso. Deshalb gibt es inzwischen eine allgemeinere Eigenschaft, die alle Arten der Teilung abdeckt und feiner unterscheidet, ob ein Umbruch an einer Seiten-, Spalten- oder Bereichsgrenze gemeint ist.
Die alten Namen sind dabei nicht verschwunden. Sie gelten als vorgefundene Schreibweise weiter und werden auf die neuen Werte abgebildet, sodass ein Stylesheet aus dieser Zeit unverändert wirkt. Für neue Stylesheets ist die allgemeinere Form vorzuziehen; für bestehende besteht kein Anlass zur Änderung.
Der Hinweis auf dieser Seite, allein eine Darstellungsmaschine beherrsche die Eigenschaften teilweise, beschreibt den Stand seiner Entstehungszeit. Umbruchsteuerung gehört heute zum umgesetzten Bestand, auch wenn die Ergebnisse zwischen den Programmen weiterhin abweichen, sobald mehrere Angaben an derselben Stelle miteinander in Konflikt geraten.
Besonderheiten im Medientyp handheld
Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.
Weitere Charakteristika
Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.
- Ausgangswert
auto- Berechneter Wert
- Spezifizierter Wert
- Vererbung
- Nein
- Anwendbarkeit
- Auf Block- Elemente
- %-Bezugswert
- Nicht zutreffend
- Mediengruppe(n)
- Visual, Seiten
Verwendete Standards
Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.