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CSS 2.1 · Eigenschaft

CSS-Eigenschaft page-break-after

Vollreferenz zu page-break-after: erlaubte Werte, Ausgangswert, Vererbung, Beispiel – und ein Regler, der zeigt, was die Eigenschaft tut.

Erstveröffentlichung Lesezeit 4 min
stylesheet.css · page-break-after
.probe {
  page-break-after: always;
}
Seite 1

Ein Absatz Fließtext, der beim Drucken umbrechen könnte.

Element mit page-break-after

Beim Drucken (Strg+P) zeigt der Browser, was die Eigenschaft bewirkt; am Bildschirm hat sie keine Wirkung.

berechneter Wertpage-break-after: always
Box-Breite–
Box-Höhe–

Erläuterungen

page-break-after ist eine der Eigenschaften, die der Realisation der CSS-Regeln für Seitenumbrüche dienen. Sie regelt das Auftreten von Seitenumbrüchen hinter dem aktuellen Element.

Die Unterstützung der page-break-Eigenschaften durch die Browser ist bis jetzt noch sehr schlecht. Allein die Gecko-Engine ist bisher in der Lage, sie teilweise darzustellen.

Erlaubte Werte

Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):

'page-break-after'
auto | always | avoid | left | right | inherit
auto (Ausgangswert)
Ein Seitenumbruch nach der generierten Box wird weder erzwungen noch verboten.
always
Nach der generierten Box wird stets ein Seitenumbruch erzwungen.
avoid
Nach der generierten Box wird ein Seitenumbruch stets verboten.
left
Erzwingt einen oder zwei Seitenumbrüche nach der generierten Box, so dass die folgende Seite eine rechte Seite ist.
right
Erzwingt einen oder zwei Seitenumbrüche nach der generierten Box, so dass die folgende Seite eine linke Seite ist.
inherit
Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.

Code-Beispiel

H1, H2, H3 { page-break-after: avoid; }

Browserunterstützung

 
DDie Unterstützung der Eigenschaften zur Drucksteuerung ist zur Zeit noch zu lückenhaft für die Produktion, sodass sich eine detaillierte Erläuterung noch nicht lohnt. Es sind aber andererseits auch keine negativen Auswirkungen dieser Eigenschaften bekannt.

Wechselwirkungen

@page,
page-break-before, page-break-inside,
orphans ,widows

Die fünf Werte und was sie anordnen

auto überlässt die Entscheidung dem Anwenderprogramm, always erzwingt einen Umbruch, avoid verbietet ihn. Die beiden übrigen Werte tun mehr: sie erzwingen einen Umbruch und bestimmen zusätzlich, auf welcher Art von Seite es weitergeht. Dafür fügen sie im Zweifel nicht einen, sondern zwei Umbrüche ein und lassen eine Seite leer.

Gemeint ist damit der beidseitige Druck. In einem gebundenen Dokument liegen linke und rechte Seiten unterschiedlich, und ein neues Kapitel beginnt üblicherweise rechts. Genau dafür sind diese Werte da. Nach CSS 2.1 sorgt left dafür, dass die folgende Seite eine linke ist, und right dafür, dass sie eine rechte ist; die Erläuterung dieser Werte weiter oben nennt die beiden vertauscht.

Welche Seite dabei als links und welche als rechts gilt, hängt an der Schreibrichtung des Dokuments. Die Zählung beginnt mit der ersten Seite, und die At-Regel für Seiten kann beide Arten getrennt gestalten, etwa mit spiegelbildlichen Rändern.

Wenn zwei Angaben aufeinandertreffen

An der Grenze zwischen zwei Elementen wirken zwei Eigenschaften: das page-break-after des ersten und das page-break-before des zweiten. Sie können sich widersprechen, wenn die eine einen Umbruch verlangt und die andere ihn verbietet.

CSS 2.1 löst das eindeutig zugunsten des Umbruchs: verlangt eine der beiden Angaben einen Umbruch, findet er statt. Ein avoid kann ein always nicht aufheben. Das ist die vorsichtigere Regel, denn ein zusätzlicher Umbruch kostet Papier, ein unterdrückter dagegen kann eine Struktur zerstören.

Nicht vererbt zu werden ist für diese Eigenschaft wesentlich. Ein erzwungener Umbruch nach einem Kapitel darf sich nicht auf jeden Absatz und jede Liste innerhalb des Kapitels übertragen, sonst stünde jedes Element auf einer eigenen Seite. Die Angabe gehört zu genau dem Element, an dem sie steht.

In der Praxis des Druck-Stylesheets

Im Stylesheet für den Druck stehen diese Angaben selten allein. Ein brauchbares Ergebnis entsteht erst im Zusammenspiel: ein erzwungener Umbruch vor Kapitelüberschriften, ein verbotener Umbruch nach allen Überschriften, damit keine Überschrift am Seitenfuß allein bleibt, und ein page-break-inside: avoid für Bilder und kleine Tabellen.

Der verbotene Umbruch nach einer Überschrift ist dabei der wichtigste und der am ehesten übersehene. Eine Überschrift, deren Text erst auf der nächsten Seite beginnt, ist ein sichtbarer Fehler, und sie entsteht ohne eigenes Zutun, sobald der Umbruch zufällig an diese Stelle fällt.

Alle diese Regeln gehören in den Abschnitt für das Druckmedium und nicht in das allgemeine Stylesheet. Am Bildschirm haben sie keine Wirkung, aber sie stehen dort ohne Grund und erschweren das Lesen des Stylesheets.

Besonderheiten im Medientyp handheld

Diese Eigenschaft ist nicht Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0. Mobilgeräte, deren Browser diese Eigenschaft umsetzen, sind bisher nicht bekannt.

Weitere Charakteristika

Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.

Ausgangswert
auto
Berechneter Wert
Spezifizierter Wert
Vererbung
Nein
Anwendbarkeit
Auf Block- Elemente
%-Bezugswert
Nicht zutreffend
Mediengruppe(n)
Visual, Seiten

Verwendete Standards

Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.