CSS 2.1 · Eigenschaft
CSS-Eigenschaft list-style
Vollreferenz zu list-style: erlaubte Werte, Ausgangswert, Vererbung, Beispiel – und ein Regler, der zeigt, was die Eigenschaft tut.
list-style.probe { list-style: square inside; }
Erläuterungen
list-style ist eine Kurzschrift-Eigenschaft, mit der die Art und grafische Darstellung der Markierungen vor einer Aufzählungsliste sowie ihre Einrückung beeinflusst werden kann.
Erlaubte Werte
Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):
'list-style' [<list-style-type>||<list-style-position>||<list-style-image>] | inherit
- <
list-style-type> - Art des Zählers oder Markierungszeichens vor Aufzählungslisten.
- <
list-style-position> - Einrückung des Zählers oder Markierungszeichens.
- <
list-style-image> - Grafik, die ein Markierungszeichen ersetzt.
inherit- Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.
Code-Beispiel
Im folgenden Beispiel werden Kleinbuchstaben dargestellt, falls die Graphik einmal nicht verfügbar sein sollte. Beides wird links nach außerhalb des Blockes geschoben.
OL.la { list-style: lower-alpha
outside
url(/graphics/x-8-8.gif); }
Mit der folgenden Deklaration geben wir sowohl list-style-type als auch list-style-image den Wert none.
OL.la { list-style: none; }
Browserunterstützung
- Die Eigenschaft
list-stylewird von allen modernen Browsern unterstützt, auf Einschränkungen wird bei den Einzeleigenschaften hingewiesen.
Eric Meyer's CSS2 Test Suite zeigt am praktischen Beispiel, wie die Browser mit dieser Eigenschaft umgehen.
Keine Eigenschaft und kein Selektor stehen in einem Stylesheet für sich allein. In der Praxis kann das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Elementen und Selektoren einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Fähigkeiten der Browser haben. Bugs treten oft erst durch das Zusammenwirken mehrerer Eigenschaften an unterschiedlichen Elementen auf.
Wechselwirkungen
list-style-type, list-style-position, list-style-image
Was die Kurzschrift mitnimmt
Die Kurzschrift setzt alle drei Bestandteile, auch die nicht genannten, und zwar auf ihre Ausgangswerte: Punkt als Zeichentyp, außerhalb als Lage, keine Grafik. Der Hinweis auf der Seite zur Lage der Marke sagt das allgemein; hier hat es eine besonders verbreitete Folge.
list-style: none entfernt nicht nur das Zeichen. Es setzt auch die Lage auf den
Ausgangswert zurück und löscht eine zuvor gesetzte Grafik. Steht in einem Stylesheet zuerst eine
sorgfältig eingestellte Liste und danach irgendwo diese eine Deklaration, ist von der Einstellung
nichts übrig.
Die Reihenfolge im Stylesheet entscheidet deshalb. Eine Kurzschrift gehört an den Anfang eines Regelblocks, die Feinheiten danach. Umgekehrt gelesen: wer eine einzelne Eigenschaft setzt und sie später nicht wiederfindet, sucht zuerst nach einer Kurzschrift, die danach kommt.
Die Werte in beliebiger Reihenfolge
Der doppelte Balken in der Wertesyntax erlaubt alle drei Bestandteile in beliebiger Anordnung und jeden davon auch einzeln. Das funktioniert, weil sich die drei Werttypen voneinander unterscheiden lassen: eine Pfadangabe ist als solche erkennbar, und die beiden Schlüsselwortmengen für Zeichentyp und Lage überschneiden sich nicht.
list-style: square inside und list-style: inside square bedeuten daher dasselbe. Das
ist keine Selbstverständlichkeit: Kurzschriften, deren Bestandteile denselben Werttyp tragen, müssen
sich an eine feste Stellung halten, weil sonst nicht zu entscheiden wäre, was gemeint ist.
Ein Wert kann allerdings mehrdeutig aussehen: none ist sowohl für den Zeichentyp als auch für
die Grafik ein gültiger Wert. Steht es allein, gilt es für beide, und genau das führt zu der
verschwundenen Absicherung, die auf der Seite zur Listengrafik beschrieben ist.
Marken abschalten und die Folge für die Ausgabe
Listen ohne sichtbare Marken sind in Oberflächen die Regel: Navigationen, Kartenreihen und
Menüs sind ausgezeichnete Listen, sollen aber nicht wie Listen aussehen. Der übliche Weg dorthin ist
diese Kurzschrift mit dem Wert none.
In manchen Darstellungsmaschinen hat das eine Nebenwirkung, die man nicht sieht: eine Liste ohne Marken wird der Sprachausgabe nicht mehr als Liste gemeldet. Die Ansage, wie viele Einträge folgen und der wievielte gerade gelesen wird, entfällt damit, und die Navigation von Eintrag zu Eintrag ebenfalls.
Der Ausweg besteht darin, die Rolle des Elements im Dokument ausdrücklich anzugeben, sodass sie unabhängig von der Gestaltung erhalten bleibt. Wichtig ist vor allem, den Zusammenhang zu kennen: eine Entscheidung über das Aussehen kann hier eine Entscheidung über die Struktur nach sich ziehen.
Besonderheiten im Medientyp handheld
Diese Eigenschaft ist Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0 und unterliegt damit auch in Mobilgeräten allen relevanten Regeln aus CSS 2.1.
Weitere Charakteristika
Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.
- Ausgangswert
- Siehe bei den individuellen Eigenschaften
- Berechneter Wert
- Siehe bei den individuellen Eigenschaften
- Vererbung
- Ja
- Anwendbarkeit
- Auf Elemente, die als Punkt einer Liste dargestellt werden.
- %-Bezugswert
- Nicht zutreffend
- Mediengruppe(n)
- Visual
Ausblick
Im geplanten Modul Lists ist mit der Einführung einer Reihe von neuen list-style-types zu rechnen, insbesondere die grafischen Schriften des mittleren und fernen Ostens werden nach dem Willen des W3C Eingang in die Codierung finden. Ebenso wird die Nutzung von Listenmarkierungen genauer beschrieben und vereinfacht werden.
Verwendete Standards
Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.