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CSS 2.1 · Eigenschaft

CSS-Eigenschaft list-style-image

Vollreferenz zu list-style-image: erlaubte Werte, Ausgangswert, Vererbung, Beispiel – und ein Regler, der zeigt, was die Eigenschaft tut.

Erstveröffentlichung Lesezeit 4 min
stylesheet.css · list-style-image
.probe {
  list-style-image: url(/graphics/css-bullet.gif);
}
  • Erster Eintrag
  • Zweiter Eintrag, etwas länger, damit er auf schmalen Bildschirmen umbricht und die Einrückung sichtbar wird
  • Dritter Eintrag
berechneter Wertlist-style-image: url(/graphics/css-bullet.gif)
Box-Breite–
Box-Höhe–

Erläuterungen

Die Eigenschaft list-style-image ist ein Teil der Kurzschrift- Eigenschaft list-style. Sie setzt eine Grafik als Markierung für Aufzählungslisten ein, die normalerweise anstelle des verwendeten Markers dargestellt wird.

Für den Fall, dass einmal die festgelegte Grafik nicht geladen werden kann, sollte man list-style-type nicht mit none besetzen. Dadurch wird vermieden, dass Listenpunkte ganz ohne Markierungen dargestellt werden.

Tipp:

Die Eigenschaft list-style-image wird im Allgemeinen für Listen OL oder UL definiert und dann an die Listenelemente weitervererbt. Möglich ist aber auch, die Listenbullets direkt für die Elemente li zu deklarieren. So lässt sich jedem Listenpunkt ein individuelles Image voranstellen.

Erlaubte Werte

Auszug aus der Spezifikation (die verwendete Syntax wird im Artikel CSS-Wertesyntax genauer erläutert):

'list-style-image'
<uri> | none | inherit
<uri>
URI der Grafik.
none (Ausgangswert)
Es wird keine Grafik dargestellt, d.h. das Anwenderprogramm greift auf die voreingestellten Markierungen zurück.
inherit
Bestimmt explizit, dass diese Eigenschaft denselben berechneten Wert wie im Elternelement annimmt.

Code-Beispiel

UL.list3 > LI:first-child {
 list-style-image: url(/graphics/x-8-8.gif); }

Browserunterstützung

 
Die Eigenschaft list-style-image wird von allen modernen Browsern ohne Einschränkung unterstützt.

Eric Meyer's CSS2 Test Suite zeigt am praktischen Beispiel, wie die Browser mit dieser Eigenschaft umgehen.

Keine Eigenschaft und kein Selektor stehen in einem Stylesheet für sich allein. In der Praxis kann das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Elementen und Selektoren einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Fähigkeiten der Browser haben. Bugs treten oft erst durch das Zusammenwirken mehrerer Eigenschaften an unterschiedlichen Elementen auf.

Wechselwirkungen

list-style, list-style-type, list-style-position

Der Rückfall auf das Markierungszeichen

Der Hinweis auf dieser Seite beschreibt eine Absicherung, die in der Gestaltung selten mitgedacht wird. Grafik und Zeichentyp schließen sich nicht aus: Sie werden beide angegeben, und die Grafik gewinnt, solange sie sich laden lässt. Fehlt sie, tritt der Zeichentyp an ihre Stelle.

Wird stattdessen list-style-type: none gesetzt, gibt es keinen Rückfall. Eine Liste ohne Marken sieht dann nicht nur anders aus, sie verliert ihre Gliederung: die Einträge stehen als eingerückte Absätze untereinander, und wo einer aufhört und der nächste beginnt, ist bei mehrzeiligen Einträgen nicht mehr zu erkennen.

Die Kurzschrift macht diesen Fehler leicht. Wer list-style: url(punkt.png) schreibt, setzt den Zeichentyp auf seinen Ausgangswert zurück, und das ist immerhin ein sichtbarer Punkt. Wer list-style: none url(punkt.png) schreibt, hat die Absicherung selbst abgeschaltet.

Warum eine Grafik als Marke selten die beste Wahl ist

Die Spezifikation sagt nichts über die Größe der Marke. Eine Grafik erscheint deshalb in ihrer eigenen Größe und wächst nicht mit der Schrift. Vergrößert der Leser den Text, bleibt die Marke, wie sie ist, und das Verhältnis kippt. Auf Bildschirmen mit hoher Punktdichte kommt hinzu, dass eine punktgenau gezeichnete Grafik unscharf wirkt.

Auch die senkrechte Ausrichtung liegt nicht in der Hand des Autors. Wo die Grafik zur ersten Zeile steht, entscheidet das Anwenderprogramm, und die Ergebnisse gehen auseinander. Genau deshalb hat sich lange der Umweg gehalten, die Marke abzuschalten und stattdessen ein Hintergrundbild am Listeneintrag zu setzen, dessen Lage sich genau bestimmen lässt.

Heute gibt es dafür bessere Werkzeuge. Der Zeichentyp nimmt inzwischen auch eine beliebige Zeichenkette an, sodass sich ein Sonderzeichen als Marke verwenden lässt, das mit der Schrift wächst und ihre Farbe annimmt. Und über das Pseudoelement für die Marke lässt sich diese unmittelbar gestalten.

Vererbung und verschachtelte Listen

Die Eigenschaft wird vererbt, und darauf beruht die übliche Schreibweise: die Angabe steht an der Liste und erreicht von dort jeden Eintrag. Der Hinweis auf dieser Seite nennt auch den anderen Weg, die Angabe unmittelbar am Eintrag, mit dem sich einzelnen Einträgen eigene Marken geben lassen.

Bei verschachtelten Listen wirkt die Vererbung über die Ebenen hinweg. Eine Grafik an der äußeren Liste erscheint auch an allen inneren, denn die innere Liste erbt sie über ihre Einträge. Wer für die zweite Ebene eine andere Marke will, muss sie dort ausdrücklich setzen; die übliche Abstufung von Punkt, Kreis und Quadrat, die Browser für den Zeichentyp mitbringen, gibt es für Grafiken nicht.

Besonderheiten im Medientyp handheld

Diese Eigenschaft ist Teil des Standards CSS Mobile Profile 1.0 und unterliegt damit auch in Mobilgeräten allen relevanten Regeln aus CSS 2.1.

Weitere Charakteristika

Die Stylesheet-Schnellreferenz mit einer Zusammenfassung aller visuellen Eigenschaften kann auch als PDF-Datei herunter geladen werden.

Ausgangswert
none
Berechneter Wert
Absolute URI oder none
Vererbung
Ja
Anwendbarkeit
Auf Elemente, die als Punkt einer Liste dargestellt werden.
%-Bezugswert
Nicht zutreffend
Mediengruppe(n)
Visual

Verwendete Standards

Dieser CSS-Referenz liegen folgende Spezifikationen zugrunde: CSS 1, CSS 2.1 CR und CSS Mobile.